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Studenten-Stammbücher: Was die alten Dokumente verraten

Schon seit dem 16. Jahrhundert sind Alben bekannt, in denen sich nette Sprüche und kleine Weisheiten sammeln. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren diese Freundschaftsalben vor allem bei Studenten beliebt. In sogenannten Stammbüchern konnten sich Kommilitonen, Freunde und Professoren mit Texten in den Alben der Studenten verewigen.

Studenten-Stammbuch für die Ahnenforschung nutzen

In Stammbüchern von Studenten finden sich Angaben zu Universität und Studienzeit sowie persönliche Vorlieben. (Bild: Koninklijke Bibliotheek/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Der Sinn dieser Alben

Für viele Studenten bestand der wertvollste Zweck des Führens von Stammbüchern darin, sich von Professoren und anderen höher gestellten Personen einen Eintrag schreiben zu lassen. Diese konnten damals als Empfehlungsschreiben angesehen werden. Des Weiteren wurden für Eintragungen gerne bestimmte Anlässe genutzt, wie Feste oder der Wechsel an einen anderen Studienort.

Was sich in den Alben verbirgt

Die Eintragungen, die in den Stammbüchern hinterlassen wurden, waren meist handschriftliche Sprüche, die zum Teil selbst verfasst wurden. Anstelle der eigenen Landessprache wurde dieser zumeist auf Latein zu Papier gebracht, also in der Sprache, mit der auch der Universitätsalltag bestritten wurde.

Studenten-Stammbücher in unterschiedlichen Formen

Studenten-Stammbücher in unterschiedlichen Formen (Bild: Koninklijke Bibliotheek/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Der Eintragende versah den Text im „Album Amicorum“ (dt: Buch der Freunde) mit seinem Namen, um den Gruß zu unterzeichnen. Mancher Verfasser hatte zusätzlich einen kleinen individuellen Spruch als Erkennungszeichen. Idealerweise wurden die Texte mit einer Angabe von Datum und Ort gekennzeichnet, an dem sie verfasst wurden. Ebenso war die persönliche Widmung an den Besitzer des Albums unerlässlich.

Bedeutung in der heutigen Zeit

Der Brauch des Studenten-Stammbuchs löste sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Sie entwickelten sich im Laufe der Zeit zu den heute bekannten Poesiealben. Auch noch heute kann viel aus den damaligen Stammbüchern herausgefunden werden. Für die Geschichte von ehemaligen Studenten und Universitäten sind diese Alben eine wertvolle Quelle, denn hier findet sich nicht nur so mancher Eintrag von bekannten Personen, sondern ebenso grobe Lebensläufe. Diese entstanden durch später hinzugefügte Eintragungen der Stammbuchbesitzer.

Der Artikel wurde am Mittwoch, den 26. März 2014 geschrieben. Er ist abgelegt unter folgenden Kategorien: Neuigkeiten aus der Welt der Genealogie. Sie können hier einen Trackback senden Trackback zum Artikel anlegen. Kommentieren Sie den Artikel und lassen Sie sich bei neuen Kommentaren Feed für Kommentare automatisch benachrichtigen.

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Eine Antwort zu “Studenten-Stammbücher: Was die alten Dokumente verraten”

  1. Ein Thema was ich super interessant finde! Lese auch sehr gern die alten Alben meiner Oma, da versteckt sich doch einiges drin :)

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