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Der richtige Umgang mit Mailinglisten, von Birgit Wendt (c)

Mailinglisten stellen eine der vielen Möglichkeiten dar, sich im Internet mit anderen Leuten zu unterhalten, auszutauschen, Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen.

Mailinglisten gibt es zu den unterschiedlichsten Themen. Jede Liste hat eine bestimmte E-Mail-Adresse, an die die Teilnehmer schreiben müssen. Alles, was an diese Adresse geschrieben wird, wird allen zugestellt, die eingetragene Teilnehmer der Liste sind. Das können einige wenige Leute sein oder aber auch mehrere Hundert Personen.

Ein- und Austragen

Es existieren die unterschiedlichsten Systeme. Ein- und Austragen in Mailinglisten kann also sehr unterschiedlich funktionieren. Auf den Webseiten der Organisation, die die Liste unterhält, sind immer Anweisungen zu finden, wie man sich in die Liste einträgt und auch wie man sich wieder abmeldet. Im Idealfall machen das alle Listenteilnehmer selbständig. Bei Problemen kann man sich an den oder die Listowner wenden.

Weitere nützliche Ratschläge:

Speichern Sie die Begrüssungsmail!

In dieser Mail wird meistens erklärt, um was es in der Liste geht und auch, wie man sich wieder abmelden kann. Bei vielen Listenbetreibern (z.B. eCircle, eGroups) hat man einen Benutzernamen (meistens die E-Mail-Adresse) und ein Passwort. Schreiben Sie sich dieses Passwort auf! Bei Listen, die über eCircle (www.ecircle.de ) oder eGroups (www.egroups.de ) laufen, kann man sich mit seinem Benutzernamen und dem Passwort einloggen und dann bestimmte Einstellungen vornehmen. Bei eCircle kann man beispielsweise zwischen mehreren Arten, die Mails zu empfangen, wählen. Man kann jede Mail einzeln zugeschickt bekommen oder die Digest-Form wählen. Im Digest-Modus erhält man eine tägliche Zusammenfassung der Mails, also alle Mails in einer einzigen. Die dritte mögliche Lesart ist "WWW": das bedeutet, dass man die Mails nur auf den Webseiten nachliest und überhaupt nicht per Mail geschickt bekommt. Man kann jederzeit die Lesart umstellen. Wer in den Urlaub fährt, kann, wenn er möchte, auf den "WWW-Modus" umstellen, und nach dem Urlaub wieder auf "E-Mail" oder "Digest" umstellen. In der Regel können nur eingetragene Teilnehmer in Mailinglisten schreiben. Es gibt aber auch Ausnahmen. Die genealogischen Listen, die auf Ahnenforschung.Net auch als offene Foren angeboten werden, kann jeder auf den Webseiten lesen, und es ist auch möglich, als Gast einen Beitrag zu schreiben, ohne angemeldet zu sein.

Lesen Sie erstmal eine Weile mit, bevor Sie sich zum ersten Mal äussern.

Wenn Sie ganz neu auf einer Liste sind, sollten Sie erst einmal eine Zeit lang mitlesen, bevor Sie zum ersten Mal selbst etwas schreiben. So können Sie zunächst mal einen Eindruck davon bekommen, was auf der Liste üblich ist und welche Themen dort behandelt werden.

Wählen Sie aussagekräftige Betreffzeilen.

Viele Forscher lesen eine ganze Reihe von Listen und bekommen tagtäglich eine grosse Anzahl von Mails. Da man sie nicht alle lesen kann, sollte schon anhand des Betreffs erkennbar sein, worum es in etwa geht. So können alle leichter sortieren in "Interessiert mich" oder "Interessiert mich nicht".

Tauschen Sie private Mails nicht über die Listen aus.

Manche Dinge interessieren wirklich nicht die gesamte Liste, sondern nur zwei Forscher, die sich untereinander austauschen möchten. Bereden sie solche Angelegenheiten in privater E-Mail. Sicher ist es nicht immer leicht, zu unterscheiden, was von allgemeinem Interesse ist und was nicht. Denken Sie aber im Zweifelsfall lieber etwas länger darüber nach und schicken Sie Ihre Mail oder Antwort nur dann über die Liste, wenn Sie meinen, dass es wichtig wäre, dass alle die Antwort lesen.

Senden Sie keine Kettenbriefe oder Viruswarnungen an Mailinglisten.

Immer wieder geistern die unterschiedlichsten Kettenbriefe durchs Internet. Man bekommt Mails mit Warnungen oder mit anrührenden Geschichten zugeschickt, die man an alle Leute verschicken soll, die man im (elektr.) Adressbuch stehen hat. Manche dieser Geschichten halten sich jahrelang, und in den meisten Fällen ist nichts Wahres daran. Lassen Sie lieber die Finger davon, und informieren Sie sich selbst eingehend auf folgenden Seiten:

http://www.hoax-info.de , http://hoaxbusters.ciac.org/ , http://www.ulrc.com.au/ , http://www.snopes2.com/

Bearbeiten Sie die Ursprungsnachricht, wenn Sie auf Mails antworten.

Die ursprünglich gesendete Nachricht sollte praktisch nie ganz zitiert werden (mit Ausnahme ganz (!) kurzer Mails vielleicht). Ferner sollte man weder komplett über noch komplett unter dem zitierten Text antworten. Beides ist falsch. In privaten Mails mag das nicht so wichtig sein, in Listenmails aber sollte man sich schon Mühe geben, korrekt zu zitieren. Schreibt man über dem zitierten Text, kommt gewissermassen die Antwort vor der Frage. Schreibt man unter einem Vollzitat, müssen alle Leser erst endlos lange bereits bekannten Text durchscrollen. Im Idealfall nimmt man nur die wesentlichen Sätze heraus, schreibt seine Kommentare und Antworten unter die Zitate. Ausgelassene Textstellen kennzeichnet man so: [...] Im Prinzip gelten für Mails in Mailinglisten dieselben Grundsätze, die auch für das Schreiben und Zitieren von Beiträgen im Usenet (in Newsgroups) gelten. Eine gute Anleitung findet man auf folgender Seite: http://learn.to/quote

Halten Sie Ihre Signatur kurz.

Auch wenn Sie stolz darauf sind, mit mehreren Seiten im Internet vertreten zu sein, wenn sie zahlreiche E-Mail-Adressen und Telefonnummern haben oder wenn Sie nach sehr vielen verschiedenen Namen suchen verzichten Sie darauf, es der ganzen Menschheit in Ihrer E-Mail-Signatur mitteilen zu wollen. Endlos lange Signaturen nerven mehr als dass sie nützen.

Bedenken Sie, dass am anderen Ende der Leitung Menschen sitzen und keine Roboter.

Auch wenn Ihnen Ihre Diskussionspartner aus Mailinglisten in den meisten Fällen nur als xyz@domain.com bekannt sind, vergessen Sie nicht, dass sich Menschen hinter diesen Kürzeln verbergen. Einige davon werden Sie vermutlich nie persönlich kennenlernen, andere vielleicht schon. Bedenken Sie, dass Geschriebenes oft missverständlich formuliert sein kann und versuchen Sie, so zu schreiben, dass man genau weiss, was gemeint ist. Verwenden Sie ggf. Emoticons, um zu veranschaulichen, wie Ihre Worte gemeint sind (zwei von vielen Übersichten: http://www.exorientelux.de/emoticon.htm und http://www.webchat.de/misc/smileys.php3 ).



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