Die Genealogica 2026 hat sich erneut als größte deutschsprachige Online-Veranstaltung zur Ahnenforschung und Genealogie etabliert. Vom 6. bis 22. Februar 2026 versammelte das virtuelle Festival mehrere hundert Interessierte, Forschende und Vereine aus dem genealogischen Umfeld. Für 37 Euro Eintritt erhielten Teilnehmende Zugang zu 29 Vorträgen, sieben Workshops und zwölf virtuellen Ausstellerständen.
Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch, zur Präsentation von Forschungsprojekten und zum Networking. Die Genealogica 2026 zeigte damit eindrucksvoll, wie lebendig und innovativ moderne Familienforschung geworden ist – von klassischen Quellenstudien bis zu Themen wie künstliche Intelligenz oder DNA-Genealogie.
Inhaltsverzeichnis
Breites Programm rund um Genealogie und Familienforschung
Das Vortrags- und Workshopprogramm der Genealogica 2026 lief vom 6. bis 14. Februar. Während an den Wochenenden ganztägig Veranstaltungen stattfanden, wurden unter der Woche abends Vorträge angeboten. Insgesamt deckten die Beiträge ein außergewöhnlich breites Spektrum genealogischer Themen ab. Die Inhalte reichten von Quellenmethodik, Auswanderungsforschung und regionaler Familienforschung bis hin zu ungewöhnlicheren Themen wie Seefahrerleben, transgenerationale Traumata oder mentale Aspekte der Familiengeschichte.
Auch moderne Entwicklungen spielten eine große Rolle. So beschäftigten sich mehrere Beiträge mit DNA-Genealogie, digitalen Werkzeugen und künstlicher Intelligenz. Besondere Beachtung fanden die zahlreichen regionalen Forschungsvorträge. Ein Beispiel war der Beitrag über die Geschichte Pommerns und die Recherche pommerscher Vorfahren, der genealogisch Interessierten konkrete Strategien zur Recherche regionaler Familienlinien vermittelte. Ein besonderer Vorteil der digitalen Messe: Alle Vorträge wurden aufgezeichnet und bereits am Folgetag in der Mediathek veröffentlicht. Teilnehmende konnten dort zusätzlich Präsentationen und Materialien herunterladen.
„Tote Punkte“: Community trägt zur Lösung genealogischer Probleme bei
Neben dem Vortragsprogramm bildeten die zwölf virtuellen Ausstellerstände einen zentralen Bestandteil der Genealogica 2026. Organisationen, Softwareanbieter und genealogische Projekte präsentierten dort ihre Angebote, darunter bekannte Namen aus der Szene wie genealogische Softwareanbieter oder Archive. Die Stände boten Kurzvorträge, Projektpräsentationen und individuelle Sprechstunden, in denen Besucher direkt mit Experten sprechen konnten. Ergänzt wurde dies durch Chat-Bereiche und eine sogenannte Plauderecke, in der sich Teilnehmende privat oder in kleinen Gruppen austauschen konnten. Ein etabliertes Networking-Werkzeug war erneut das Padlet „Orte meiner Vorfahren“. Forschende konnten dort Pins auf einer Karte setzen, ihre Familiennamen eintragen und Kontaktinformationen hinterlassen. Auf diese Weise fanden Teilnehmende leicht andere Personen mit ähnlichen Forschungsregionen oder Familiennamen.
„Ihr stoßt da etwas im virtuellen Raum an, was die genealogische Welt in Deutschland in den kommenden Jahren bestimmt prägen wird.“
Nutzer-Stimme auf genealogica.online
Neu eingeführt wurde das Mitmachprojekt „Tote Punkte“. Forschende konnten ihre ungelösten genealogischen Fragen in kurzen Präsentationen vorstellen. Ziel war es, mithilfe der Schwarmintelligenz der Community neue Hinweise zur Lösung genealogischer Probleme zu finden. Zwar nahmen nur drei Personen aktiv teil, doch zwei von ihnen erhielten konkrete neue Forschungsimpulse. Auch spielerische Elemente fehlten nicht. Über virtuelle „Geschenktüten“ konnten Besucher Gutscheine an verschiedenen Messeständen entdecken. Zusätzlich gab es ein Gewinnspiel mit fünf Fragen, dessen Gewinner in der Abschlussveranstaltung bekanntgegeben wurden. Die Preise reichten von Softwarelizenzen für genealogische Programme über Archivzugänge bis hin zu Tickets für die Genealogica 2027, deren Termin ebenfalls bereits feststeht: 5. bis 21. Februar 2027.