Familienname
Bartels
Bar·tels [ˈbaʁtl̩s]
Sohn des Bartel, also des Bartholomäus
Bartels ist ein Patronym zur Kurzform Bartel: Sohn des Bartholomäus.
Sprachgeschichtlich hübsch: Bartholomäus bedeutet bereits „Sohn des Talmai“ – das angehängte s macht daraus einen doppelten Vatersnamen. Die schlesische Form lautet Bartsch.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| Sohn des Bartholomäus | Niederdeutsches Patronym mit Genitiv-s zur Kurzform Bartel. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| bar Talmai | aramäisch | Sohn des Talmai |
| -s | niederdeutsch | Genitivendung |
Erstbeleg (Jahr)
15
Historische Entwicklung
Ein doppeltes Patronym: Bartholomäus bedeutet bereits „Sohn des Talmai“, das angehängte s macht daraus „Sohn des Sohnes des Talmai“.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Niedersachsen, Westfalen, Schleswig-Holstein; Bartsch in Schlesien.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Bartsch ist die schlesisch-ostmitteldeutsche Koseform desselben Namens und wird selten als Bartholomäus erkannt. Wer die Linie zurückverfolgt, stößt in beiden Fällen auf einen Bartholomaeus im Taufbuch.
Einschlägige Archive und Bestände
- Niedersächsisches Landesarchiv
- Archiwum Państwowe we Wrocławiu
- Matricula