Familienname
Franke
Fran·ke [ˈfʁaŋkə]
der aus Franken Zugezogene
Franke ist der Herkunftsname für den Zuwanderer aus Franken, mit dem niederdeutschen schwachen Adjektiv-e. Der Stammesname selbst wird als „die Freien“ gedeutet.
Wie alle Herkunftsnamen entstand er außerhalb der Herkunftsregion: Die Häufung in Sachsen und Thüringen belegt die mittelalterliche Zuwanderung.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Franke | Herkunftsname für Zuwanderer aus Franken oder dem Frankenreich. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Freie | Der Stammesname wird als die Kühnen oder die Freien gedeutet. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| Franko | althochdeutsch | Franke |
| frank | althochdeutsch | frei, kühn |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Wie Frank, aber mit dem niederdeutschen schwachen Adjektiv-e. Schwerpunkt in Sachsen, Thüringen und Norddeutschland – also außerhalb Frankens.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Norddeutschland.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
Gleicher Klang, andere Schreibung
Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Herkunftsnamen entstehen außerhalb der Herkunftsregion. Eine Häufung von Franke in Sachsen und Thüringen belegt die mittelalterliche Zuwanderung aus Franken – ein Vorgang, der auch in Ortsnamen und Mundartgrenzen sichtbar ist.
Einschlägige Archive und Bestände
- Sächsisches Staatsarchiv
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt
- Bürgerbücher
Verwandte Namen
Klingt fast gleich
Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.