Familienname
Dietrich
Diet·rich [ˈdiːtʁɪç]
vom Rufnamen Dietrich: der Herrscher des Volkes
Dietrich verbindet diot und rihhi: „der Herrscher des Volkes“. Der Rufname geht auf Theoderich den Großen zurück, der in der Sage als Dietrich von Bern fortlebt.
Für die ostfriesische Forschung wichtig: Dirk und Derk sind Kurzformen dieses Namens, die Patronyme Dirks und Derks gehören dazu.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Herrscher des Volkes | Aus diot (Volk) und rihhi (mächtig, Herrscher). | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der im Volk Mächtige | Gleiche Bestandteile, andere Gewichtung. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| diot | althochdeutsch | Volk |
| rihhi | althochdeutsch | mächtig, Herrscher |
Erstbeleg (Quelle)
Theoderich der Große, Ostgotenkönig
Erstbeleg (Jahr)
5
Historische Entwicklung
Theoderich der Große lebt in der Sage als Dietrich von Bern fort – einer der wichtigsten Stoffe der mittelhochdeutschen Heldenepik. Der Rufname war entsprechend verbreitet und wurde vielfach zum Familiennamen.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Westfalen, Rheinland, Niedersachsen; Dirks und Derks in Ostfriesland.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Dirk und Derk sind niederdeutsche Kurzformen von Dietrich; die Patronyme Dirks und Derks gehören dazu. In ostfriesischen Quellen wird das regelmäßig übersehen. Der Werkzeugname Dietrich für den Nachschlüssel geht ebenfalls auf den Rufnamen zurück.
Einschlägige Archive und Bestände
- Landesarchiv NRW
- Niedersächsisches Landesarchiv Aurich
- Matricula