Vorname · weiblich

Ida

I·da [ˈiːda]

die Tätige, die Arbeitsame

Ida ist eine Kurzform zu Namen mit dem Glied itis oder idis und bedeutet „die Tätige, die Wirkende“. Da idis in älteren Quellen auch die walkürenhafte, im Kampf wirkende Frau bezeichnet, steht daneben die Deutung „die Kämpferin“. Die gelegentlich angeführte Verbindung zum kretischen Ida-Berg ist sprachlich nicht haltbar.

Herkunft & Bedeutung

Konkurrierende Deutungen

DeutungBegruendungQuelle
die TätigeKurzform zu Namen mit dem Glied itis oder idis, das die tätige, wirkende Frau bezeichnet.Duden Vornamenlexikon
die Kämpferinidis bezeichnet in älteren Quellen auch die walkürenhafte, im Kampf wirkende Frau.Bahlow
Bezug zum Berg IdaVolkstümliche Anlehnung an den kretischen Ida-Berg; sprachlich nicht haltbar.ältere Namenliteratur

Wortbestandteile

BestandteilSpracheUebersetzung
itis / idisalthochdeutschtätige Frau, wirkende Frau

Erstbeleg (Text)

Ida von Herzfeld, sächsische Adelige

Erstbeleg (Jahr)

0

Historische Entwicklung

Im Mittelalter im sächsischen und westfälischen Adel verbreitet, im 19. Jahrhundert bürgerlich wiederbelebt. Seit etwa 2015 in Deutschland wieder deutlich beliebter.

Häufigkeit

11050100500201220162020202220242025
Rang in der Hitliste der Vornamen. Je weiter oben die Linie, desto beliebter der Name. Spitzenjahrzehnt: die 2020er Jahre. Aktueller Trend: steigend.
2012: 02016: 02020: 02022: 02024: 02025: 020122025
Absolute Zahl der Vergaben je Jahr.

Kultur & Religion

Namenstage

DatumKonfessionPatron
04.09.katholischIda von Herzfeld

Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland

uneingeschränkt zulässig

Der Name in historischen Quellen

Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.

Latinisiert im Kirchenbuch

  • Ida
  • Idae (Genitiv)

Historische Schreibweisen

  • Ida
  • Idae
  • Itta
  • Idda

Gleicher Klang, andere Schreibung

Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.

In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit

  • Itta
  • Ita
  • Edda

Rufname oder Zweitname?

Meist Erst- und Rufname zugleich.

Worauf im Kirchenbuch zu achten ist

Ida und Itta stehen in mittelalterlichen Quellen nebeneinander. Der Name ist im sächsisch-westfälischen Raum deutlich häufiger als anderswo.

Eltern-Tools

Passende Zweitnamen

  • Anna
  • Marie

Passende Geschwisternamen

  • Emma
  • Frieda
  • Otto
  • Klara

Spricht dafür

  • Sehr kurz, klangvoll, international identisch
  • Aktuell wieder beliebt

Spricht dagegen

  • Sehr kurz, wenig unterscheidungskräftig

Reim- und Hänselpotenzial

Gering.

Verwandte Namen

Klingt fast gleich

Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.

Gleicher Anfangsbuchstabe

Gleiche Endung

Deutung und Symbolik

Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.

Namenszahl
5 – Bewegung, Neugier, Freiheit
Herzzahl
1 – Führung, Eigenständigkeit, Anfang

Quellen

  • Duden – Das große Vornamenlexikon
  • Deutsches Familiennamenwörterbuch (DFD)
  • Bahlow, Deutsches Namenlexikon
  • Kirchenbuchbestände Archion und Matricula

Häufigkeitsdaten: PLATZHALTER – vor Livegang durch amtliche Daten ersetzen

Zuletzt geprüft am 4. August 2026 von Redaktion Ahnenforschung.net.