Vorname · männlich

Otto

Ot·to [ˈɔto]

der Besitzende, der Erbe

Otto ist die Kurzform von Namen mit dem Glied ot oder uodal und bedeutet „der Besitzende, der Erbe“. Da uodal speziell ererbten Adelsgrundbesitz meint, lautet die zweite Deutung „der aus vornehmem Erbgut“ und damit schlicht „der Edle“.

Der Name ist in jeder europäischen Sprache identisch und zugleich ein Palindrom – ungewöhnlich für einen germanischen Namen.

Herkunft & Bedeutung

Konkurrierende Deutungen

DeutungBegruendungQuelle
der BesitzendeKurzform zu Namen mit dem Glied ot/uodal (Erbgut, Besitz).Duden Vornamenlexikon
der aus vornehmem Erbgutuodal bezeichnet nicht bloßen Besitz, sondern ererbten Adelsgrundbesitz; daraus die Bedeutung edel.Bahlow

Wortbestandteile

BestandteilSpracheUebersetzung
ot / uodalalthochdeutschErbgut, ererbter Besitz, Adel

Erstbeleg (Text)

Otto der Große

Erstbeleg (Jahr)

912

Historische Entwicklung

Leitname der Ottonen und später der Wittelsbacher. Um 1900 einer der häufigsten deutschen Männernamen, danach fast verschwunden, seit etwa 2010 wieder deutlich im Aufwind.

Häufigkeit

11050100500201420182020202220242025
Rang in der Hitliste der Vornamen. Je weiter oben die Linie, desto beliebter der Name. Spitzenjahrzehnt: die 2020er Jahre. Aktueller Trend: steigend.
2014: 02018: 02020: 02022: 02024: 02025: 020142025
Absolute Zahl der Vergaben je Jahr.

Kultur & Religion

Namenstage

DatumKonfessionPatron
02.07.katholischOtto von Bamberg

Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland

uneingeschränkt zulässig

Träger & Popkultur

Berühmte Namensträgerinnen und -träger

NameLebensdatenKurzinfoLink
Otto von Guericke1602–1686Physiker, Magdeburger Halbkugeln
Otto Hahn1879–1968Chemiker, Nobelpreis 1944
Otto Lilienthal1848–1896Flugpionier

Der Name in historischen Quellen

Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.

Latinisiert im Kirchenbuch

  • Otto
  • Ottonis (Genitiv)
  • Otho

Historische Schreibweisen

  • Otto
  • Otho
  • Ottonis
  • Odo

Gleicher Klang, andere Schreibung

Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.

In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit

  • Udo
  • Odo
  • Ottilie

Rufname oder Zweitname?

Meist Erst- und Rufname zugleich.

Worauf im Kirchenbuch zu achten ist

Otto und Udo gehen auf dasselbe Namenglied zurück und werden in mittelalterlichen Quellen nicht immer geschieden. Der Genitiv Ottonis in lateinischen Einträgen bezeichnet den Vater.

Eltern-Tools

Passende Zweitnamen

  • Wilhelm
  • Karl
  • Friedrich

Passende Geschwisternamen

  • Emma
  • Frieda
  • Karl
  • Hedwig

Spricht dafür

  • Sehr kurz, in jeder Sprache identisch, Palindrom
  • Aktuell wieder modern

Spricht dagegen

  • Stark mit den Jahrgängen um 1900 verbunden

Reim- und Hänselpotenzial

Gering.

Verwandte Namen

Klingt fast gleich

Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.

Gleicher Anfangsbuchstabe

Deutung und Symbolik

Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.

Namenszahl
7 – Rückzug, Analyse, Suche nach Sinn
Herzzahl
3 – Ausdruck, Kreativität, Geselligkeit

Quellen

  • Duden – Das große Vornamenlexikon
  • Deutsches Familiennamenwörterbuch (DFD)
  • Bahlow, Deutsches Namenlexikon
  • Kirchenbuchbestände Archion und Matricula

Häufigkeitsdaten: PLATZHALTER – vor Livegang durch amtliche Daten ersetzen

Zuletzt geprüft am 4. August 2026 von Redaktion Ahnenforschung.net.