Familienname
Winkler
Wink·ler [ˈvɪŋklɐ]
Wohnstättenname für jemanden, der in einem Winkel wohnte
Winkler ist ein Wohnstättenname für jemanden, der in einem Winkel wohnte – einer abgelegenen Ecke oder einem Geländewinkel. In Städten bezeichnete das Wort daneben den Kleinhändler, dessen Stand in einer Ecke stand; daher auch der Ausdruck Winkelladen.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der im Winkel Wohnende | Zu mittelhochdeutsch winkel: abgelegene Ecke, Geländewinkel, Straßenecke. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Kleinhändler | In Städten bezeichnete Winkler den Krämer, der seinen Stand in einer Ecke hatte – daher auch das Wort Winkelladen. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| winkel | mittelhochdeutsch | Winkel, Ecke, abgelegener Ort |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Schwerpunkt in Sachsen, Schlesien, Böhmen und Bayern.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Sachsen, Schlesien, Böhmen, Bayern.
Der Name in der Auswanderung
In den USA meist unverändert.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Die Schreibung mit ck (Winckler) ist bis ins 19. Jahrhundert häufig. In städtischen Quellen kann der Name den Kleinhändler bezeichnen – dann findet sich die Familie in Krämerakten und Marktordnungen.
Einschlägige Archive und Bestände
- Staatsarchive der Länder
- Häuserbücher und Marktakten der Stadtarchive