Familienname
Krause
Krau·se [ˈkʁaʊ̯zə]
Übername für den Krausköpfigen
Krause ist ein Übername für den Krausköpfigen, zu mittelhochdeutsch krus. Übertragen konnte kraus auch verworren und schwierig bedeuten – daraus die Deutung als Charakterübername „der Eigenwillige“.
Latinisiert erscheint der Name als Crispus; in Gelehrtenfamilien wurde daraus Crusius oder Krusius.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Krausköpfige | Übername nach lockigem Haar, zu mittelhochdeutsch krus. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Eigenwillige | Übertragene Bedeutung von kraus als verworren, schwierig; als Charakterübername gedeutet. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| krus | mittelhochdeutsch | kraus, lockig |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Schwerpunkt in Ostdeutschland, Schlesien und Brandenburg.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Ostdeutschland, Schlesien, Brandenburg; oberdeutsch Kraus und Krauß.
Der Name in der Auswanderung
In den USA meist zu Krause oder Kraus.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
Gleicher Klang, andere Schreibung
Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Crispus ist die latinisierte Form; in Gelehrtenfamilien wurde daraus Crusius oder Krusius als dauerhafter Name. Die Schreibung mit ß, ss oder e am Ende wechselt regional und ist kein Unterscheidungsmerkmal.
Einschlägige Archive und Bestände
- Staatsarchive der Länder
- Universitätsmatrikeln
Verwandte Namen
Klingt fast gleich
Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.