Vorname · männlich

Abraham

Ab·ra·ham [ˈaːbʁaham]

Vater der Menge

Abraham wird von der Bibel selbst gedeutet: Bei der Umbenennung von Abram zu Abraham heißt es, er werde „Vater einer Menge von Völkern“. Die Ausgangsform Abram bedeutet „erhabener Vater“, aus av und ram; eine dritte Lesart versteht Ram als Gottesbezeichnung.

Für die jüdische Familienforschung ist der Name zentral. Vor der staatlichen Namensannahme – Preußen 1812, Bayern 1813 – wurden Patronyme geführt. Die Matrikellisten dieser Jahre verbinden alten und neuen Namen.

Herkunft & Bedeutung

Konkurrierende Deutungen

DeutungBegruendungQuelle
Vater vieler VölkerDie Bibel deutet den Namen selbst bei der Umbenennung von Abram zu Abraham: Vater einer Menge von Völkern.Genesis 17,5
erhabener VaterBedeutung der Ausgangsform Abram, aus av (Vater) und ram (erhaben).Duden Vornamenlexikon
Vater ist RamDritte Lesart, die Ram als Gottesbezeichnung versteht.Bahlow

Wortbestandteile

BestandteilSpracheUebersetzung
avhebräischVater
ramhebräischerhaben, hoch
hamonhebräischMenge

Erstbeleg (Text)

Altes Testament, Stammvater Abraham

Erstbeleg (Jahr)

0

Historische Entwicklung

In jüdischen Gemeinden über die gesamte Zeit hinweg einer der häufigsten Namen. In christlichen Gebieten nach der Reformation vereinzelt, besonders in pietistischen Familien des 17. und 18. Jahrhunderts.

Kultur & Religion

Namenstage

DatumKonfessionPatron
09.10.katholischAbraham, Stammvater

Biblischer Bezug

Stammvater der drei monotheistischen Religionen; die Namensänderung von Abram zu Abraham markiert den Bundesschluss.

Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland

uneingeschränkt zulässig

Der Name in historischen Quellen

Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.

Latinisiert im Kirchenbuch

  • Abrahamus
  • Abrahami (Genitiv)

Historische Schreibweisen

  • Abraham
  • Abrahami
  • Abram
  • Abrahamus

In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit

  • Abram
  • Abrahams als Patronym
  • Ibrahim

Rufname oder Zweitname?

In christlichen Quellen meist Erstname; in jüdischen Registern häufig neben einem deutschen Rufnamen geführt.

Worauf im Kirchenbuch zu achten ist

Für die jüdische Familienforschung zentral. Vor der staatlichen Namensannahme – in Preußen 1812, in Bayern 1813 – führten jüdische Familien Patronyme: Isaak ben Abraham. Die Matrikellisten dieser Jahre sind deshalb der Schlüsseljahrgang: Sie verbinden den alten Patronymnamen mit dem neu angenommenen Familiennamen.

Eltern-Tools

Passende Zweitnamen

  • Johann
  • Gottlieb

Passende Geschwisternamen

  • Sara
  • Isaak
  • Rebekka
  • Jakob

Spricht dafür

  • Historisch gewichtig, international identisch

Spricht dagegen

  • Heute im deutschen Sprachraum sehr selten

Reim- und Hänselpotenzial

Gering.

Verwandte Namen

Gleiche Endung

Deutung und Symbolik

Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.

Namenszahl
8 – Durchsetzung, Struktur, Materie
Herzzahl
3 – Ausdruck, Kreativität, Geselligkeit

Quellen

  • Duden – Das große Vornamenlexikon
  • Deutsches Familiennamenwörterbuch (DFD)
  • Bahlow, Deutsches Namenlexikon
  • Kirchenbuchbestände Archion und Matricula

Zuletzt geprüft am 5. August 2026 von Redaktion Ahnenforschung.net.