Vorname · männlich
Friedrich
Fried·rich [ˈfʁiːdʁɪç]
der im Frieden Mächtige
Friedrich setzt sich aus althochdeutsch fridu und rihhi zusammen und bedeutet „der im Frieden Mächtige“. Wichtig für das Verständnis: rihhi meint Macht und Herrschaft, nicht Reichtum. Eine zweite Deutung setzt beim älteren Wortsinn von fridu an, das ursprünglich Einfriedung und Schutz bezeichnete – Friedrich wäre dann eher „der mächtige Schutzherr“.
Als Leitname der Staufer und der Hohenzollern prägte er ganze Regionen. In evangelischen Gebieten gehört er von 1750 bis 1920 durchgehend zu den häufigsten Männernamen.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der im Frieden Mächtige | Aus fridu (Friede, Schutz) und rihhi (mächtig, Herrscher). Der Zweitbestandteil meint Macht, nicht Reichtum. | Duden Vornamenlexikon |
| der Schutzherr | fridu bedeutet im Althochdeutschen zunächst Einfriedung und Schutz, erst sekundär Frieden im heutigen Sinn. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| fridu | althochdeutsch | Friede, Schutz, Einfriedung |
| rihhi | althochdeutsch | mächtig, Herrscher |
Erstbeleg (Jahr)
8
Historische Entwicklung
Leitname der Staufer und später der Hohenzollern. Nach Friedrich II. von Preußen wurde der Name in evangelischen Gebieten zum Massennamen und hielt sich dort bis um 1920 in den Spitzenrängen. Die Kurzform Fritz erscheint seit dem 16. Jahrhundert als eigenständiger Taufeintrag, ist also nicht bloß Spitzname.
Häufigkeit
Kultur & Religion
Namenstage
| Datum | Konfession | Patron |
|---|---|---|
| 18.07. | katholisch | Friedrich von Utrecht |
| 05.03. | evangelisch | Friedrich |
Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland
uneingeschränkt zulässig
Träger & Popkultur
Berühmte Namensträgerinnen und -träger
| Name | Lebensdaten | Kurzinfo | Link |
|---|---|---|---|
| Friedrich II. von Preußen | 1712–1786 | König, „der Alte Fritz“ | |
| Friedrich Schiller | 1759–1805 | Dichter | |
| Friedrich Nietzsche | 1844–1900 | Philosoph |
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
Gleicher Klang, andere Schreibung
Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Rufname oder Zweitname?
Fritz ist im Kirchenbuch häufig eine eigenständige Eintragung. Wer einen Fritz sucht und nur Friedrich findet, hat trotzdem oft die richtige Person vor sich – und umgekehrt.
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
In evangelischen Kirchenbüchern des 17. und 18. Jahrhunderts steht fast durchgehend die latinisierte Form Fridericus. Die Schreibung mit i statt ie ist bis ins 19. Jahrhundert gleichberechtigt und kein Hinweis auf eine andere Familie.
Eltern-Tools
Passende Zweitnamen
- Wilhelm
- Karl
- August
- Ludwig
Passende Geschwisternamen
- Wilhelmine
- Auguste
- Wilhelm
- Luise
Spricht dafür
- Historisch gewichtig, klar deutbar
- Vielseitige Kurzformen von Fritz bis Fiete
Spricht dagegen
- Wirkt in Norddeutschland preußisch aufgeladen
- Lang in der Vollform
Reim- und Hänselpotenzial
Mäßig. „Fritzchen“-Witze sind ein eigenes Genre.
Verwandte Namen
Klingt fast gleich
Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.
Gleicher Anfangsbuchstabe
Gleiche Silbenzahl
Gleiche Endung
Gleiche sprachliche Wurzel
Gleiche Bedeutung
Deutung und Symbolik
Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.
- Namenszahl
- 8 – Durchsetzung, Struktur, Materie
- Herzzahl
- 5 – Bewegung, Neugier, Freiheit