Familienname
Becker
Be·cker [ˈbɛkɐ]
Berufsname für den Bäcker
Becker ist der Berufsname zu mittelhochdeutsch becker, dem Bäcker. Die oberdeutsche Kurzform lautet Beck. Latinisiert erscheint die Familie als Pistor.
Häufige Lesefalle: In Kurrentschrift ähnelt das doppelte k dem ch – Becker und Becher werden dadurch regelmäßig verwechselt.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Bäcker | Berufsname zu mittelhochdeutsch becker. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Beckenmacher | Vereinzelt Anlehnung an becke (Becken); diese Deutung gilt als selten und regional begrenzt. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| becker | mittelhochdeutsch | Bäcker |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Schwerpunkt im Rheinland und in Westfalen. Die oberdeutsche Form lautet Beck, die hochdeutsche Bäcker – alle drei sind derselbe Berufsname.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Rheinland und Westfalen; oberdeutsch Beck.
Der Name in der Auswanderung
In den USA häufig zu Baker übersetzt oder zu Becker beibehalten.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Pistor ist die latinisierte Form. Becher und Becker werden in Kurrentschrift regelmäßig verwechselt, weil das doppelte k eng geschrieben wurde und dem ch ähnelt.
Einschlägige Archive und Bestände
- Staatsarchive der Länder
- Zunftakten
- Bäckerinnungsakten