Familienname
Schmid
Schmid [ʃmɪt]
Berufsname für den Schmied, oberdeutsche Form
Schmid ist die oberdeutsche Form von Schmidt: der Schmied. In Bayern, Schwaben, Österreich und der Schweiz ist sie die Regelform.
Wie bei allen großen Berufsnamen gilt: In altbayerischen Dörfern trugen mehrere unverwandte Familien den Namen. Ohne den Hausnamen lassen sie sich nicht trennen.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Schmied | Oberdeutsche Schreibung ohne auslautendes t; in Bayern, Schwaben und Österreich die Regelform. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| smit | mittelhochdeutsch | Schmied, Metallhandwerker |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
In Bayern, Schwaben, Österreich und der Schweiz die vorherrschende Form.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Bayern, Schwaben, Österreich, Schweiz.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
Gleicher Klang, andere Schreibung
Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
In altbayerischen Quellen ist Schmid die Regelform. Häufig steht daneben ein Hofname, der die Familie eindeutiger bezeichnet als der Familienname.
Ortsfamilienbücher und Register
In altbayerischen Ortsfamilienbüchern trennt erst der Hausname die zahlreichen gleichnamigen Familien.
Einschlägige Archive und Bestände
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv
- Matricula
- Diözesanarchive
Verwandte Namen
Klingt fast gleich
Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.