Familienname

Schmitz

Schmitz [ʃmɪts]

Sohn des Schmied; rheinische Form von Schmidt

Schmitz ist die rheinische Genitivform zu Schmidt: „des Schmieds“, also der Sohn des Schmieds. Das auslautende -tz ist keine Berufsbezeichnung, sondern eine Endung – dasselbe Muster wie bei Hermanns, Peters und Wilms.

Herkunft & Bedeutung

Konkurrierende Deutungen

DeutungBegruendungQuelle
Sohn des SchmiedDas auslautende -tz ist eine rheinische Genitivendung: Schmitz heißt „des Schmieds“.Deutsches Familiennamenwörterbuch
der SchmiedIn manchen Belegen ohne Genitivfunktion, dann schlicht Berufsname.Bahlow

Wortbestandteile

BestandteilSpracheUebersetzung
smitmittelhochdeutschSchmied
-s / -tzrheinischGenitivendung

Erstbeleg (Jahr)

14

Historische Entwicklung

Die Endung -tz beziehungsweise -s ist im Rheinland und in Westfalen die übliche Genitivbildung bei Familiennamen. Schmitz ist damit kein eigener Beruf, sondern die regionale Ableitung von Schmidt.

Verbreitung

Der Schwerpunkt liegt in Rheinland, Bergisches Land, Kölner Bucht.

Der Name in der Auswanderung

In den USA häufig zu Smith angeglichen oder als Schmitz beibehalten.

Der Name in historischen Quellen

Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.

Latinisiert im Kirchenbuch

  • Faber
  • Fabri

Historische Schreibweisen

  • Schmitz
  • Schmits
  • Smitz
  • Faber
  • Fabri

In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit

  • Schmidt
  • Schmitt
  • Schmits

Worauf im Kirchenbuch zu achten ist

Die rheinische Genitivendung findet sich bei vielen Namen: Hermanns, Peters, Wilms, Schmitz. Wer den Namen zurückverfolgt, stößt am Anfang der Kette auf einen Träger des Berufs oder Vornamens ohne Endung.

Einschlägige Archive und Bestände

  • Landesarchiv NRW
  • Historisches Archiv der Stadt Köln
  • Matricula

Verwandte Namen

Quellen

  • Deutsches Familiennamenwörterbuch (DFD)
  • Bahlow, Deutsches Namenlexikon
  • Kohlheim, Duden Familiennamen
  • Namenverbreitungskarte des DFD

Zuletzt geprüft am 5. August 2026 von Redaktion Ahnenforschung.net.