Vorname · weiblich

Auguste

Au·gus·te [aʊ̯ˈɡʊstə]

die Erhabene

Top 10 im Jahr 1900 TOP 10 1900
Top 10 im Jahr 1900 (Platz 10)

Auguste ist die weibliche Form zu August und bedeutet „die Erhabene“, aus lateinisch augustus. Über die Wurzel augere und den Zusammenhang mit der römischen Vogelschau ergibt sich die zweite Deutung „die Geweihte“.

Zusammen mit Wilhelmine ist Auguste einer der verlässlichsten Datierungsmarker für preußische Quellen zwischen 1850 und 1910.

Herkunft & Bedeutung

Konkurrierende Deutungen

DeutungBegruendungQuelle
die ErhabeneWeibliche Form zu August, aus lateinisch augustus (erhaben, ehrwürdig).Duden Vornamenlexikon
die GeweihteÜber augere (mehren) und den Zusammenhang mit der römischen Vogelschau.Bahlow

Wortbestandteile

BestandteilSpracheUebersetzung
augustuslateinischerhaben, ehrwürdig

Erstbeleg (Jahr)

17

Historische Entwicklung

In preußischen und sächsischen Fürstenhäusern verbreitet und im 19. Jahrhundert ins Bürgertum übergegangen. Zwischen 1850 und 1910 einer der häufigsten weiblichen Namen in Preußen, danach fast verschwunden.

Häufigkeit

11050100500190019201940196019802000202020251900: Platz 10
Rang in der Hitliste der Vornamen. Je weiter oben die Linie, desto beliebter der Name. Spitzenjahrzehnt: die 1900er Jahre. Aktueller Trend: steigend.
1900: 01910: 01920: 01930: 01940: 01950: 01960: 01970: 01980: 01990: 02000: 02010: 02020: 02025: 019002025
Absolute Zahl der Vergaben je Jahr.

Kultur & Religion

Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland

uneingeschränkt zulässig

Der Name in historischen Quellen

Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.

Latinisiert im Kirchenbuch

  • Augusta
  • Augustae (Genitiv)

Historische Schreibweisen

  • Augusta
  • Auguste
  • Augustine
  • Guste

Gleicher Klang, andere Schreibung

Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.

In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit

  • Augustine
  • Augusta
  • Gusti

Rufname oder Zweitname?

Sehr häufig als Zweitname (Wilhelmine Auguste, Marie Auguste) und dort Rufname.

Worauf im Kirchenbuch zu achten ist

Auguste und Augustine sind zwei verschiedene Namen, werden in Registern aber vermischt. Zusammen mit Wilhelmine ist Auguste ein zuverlässiger Datierungsmarker für die Zeit zwischen 1850 und 1910 in Preußen.

Eltern-Tools

Passende Zweitnamen

  • Wilhelmine
  • Marie
  • Luise

Passende Geschwisternamen

  • August
  • Wilhelmine
  • Karl
  • Luise

Spricht dafür

  • Klarer historischer Marker

Spricht dagegen

  • Heute praktisch nicht mehr vergeben

Reim- und Hänselpotenzial

Mäßig.

Verwandte Namen

Klingt fast gleich

Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.

Deutung und Symbolik

Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.

Namenszahl
22 – Meisterzahl: Aufbau im großen Maßstab
Herzzahl
3 – Ausdruck, Kreativität, Geselligkeit

Quellen

  • Duden – Das große Vornamenlexikon
  • Deutsches Familiennamenwörterbuch (DFD)
  • Bahlow, Deutsches Namenlexikon
  • Kirchenbuchbestände Archion und Matricula

Häufigkeitsdaten: PLATZHALTER – vor Livegang durch amtliche Daten ersetzen

Zuletzt geprüft am 4. August 2026 von Redaktion Ahnenforschung.net.