Vorname · weiblich

Lea

Le·a [ˈleːa]

unsicher; gedeutet als Wildkuh oder als die Müde

Top 10 im Jahr 2012 TOP 10 2012
Top 10 im Jahr 2012 (Platz 8)

Lea ist in der Bedeutung unsicher. Erwogen werden „die Wildkuh“ – im Alten Orient ein Fruchtbarkeitssymbol und damit positiv gemeint – und „die Müde“ zu hebräisch la’ah, worauf die Bibel mit dem Hinweis auf Leas schwache Augen anspielt. Die heute verbreitetste Deutung „die Löwin“ beruht auf einer Anlehnung an lateinisch lea und ist sprachlich nicht die Herkunft.

Herkunft & Bedeutung

Konkurrierende Deutungen

DeutungBegruendungQuelle
die WildkuhÜber hebräisch le'ah, das mit dem akkadischen Wort für Wildkuh verbunden wird; als Fruchtbarkeitssymbol positiv besetzt.Duden Vornamenlexikon
die Müde, die MatteÜber hebräisch la'ah (ermatten); die Bibel selbst spielt auf Leas schwache Augen an.Genesis 29,17
die LöwinVolkstümliche Anlehnung an lateinisch lea; sprachlich nicht die Herkunft, aber die heute verbreitetste Deutung.ältere Namenliteratur

Wortbestandteile

BestandteilSpracheUebersetzung
le'ahhebräischBedeutung unsicher
lealateinischLöwin

Erstbeleg (Text)

Altes Testament, Lea, erste Frau Jakobs

Erstbeleg (Jahr)

0

Historische Entwicklung

In christlichen Kirchenbüchern des deutschen Sprachraums praktisch nicht vertreten; der Name war lange auf jüdische Gemeinden beschränkt. Erst seit den 1990er Jahren allgemein verbreitet.

Häufigkeit

11050100500201220142016201820202022202420252012: Platz 8
Rang in der Hitliste der Vornamen. Je weiter oben die Linie, desto beliebter der Name. Spitzenjahrzehnt: die 2010er Jahre. Aktueller Trend: fallend.
2012: 02014: 02016: 02018: 02020: 02022: 02024: 02025: 020122025
Absolute Zahl der Vergaben je Jahr.

Kultur & Religion

Biblischer Bezug

Lea, ältere Tochter Labans und erste Frau Jakobs; Stammmutter von sechs der zwölf Stämme Israels.

Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland

uneingeschränkt zulässig

Der Name in historischen Quellen

Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.

Historische Schreibweisen

  • Lea
  • Leah

In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit

  • Lia
  • Leah
  • Lena

Rufname oder Zweitname?

In christlichen Quellen vor 1900 kaum belegt.

Worauf im Kirchenbuch zu achten ist

Ein Lea-Eintrag in einem deutschen Kirchenbuch vor 1900 ist ungewöhnlich und weist häufig auf eine jüdische Familie hin. Die Quellen liegen dann nicht im Pfarrarchiv, sondern in Gemeinde- und Standesamtsregistern.

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Passende Zweitnamen

  • Sophie
  • Marie

Passende Geschwisternamen

  • Mia
  • Hannah
  • Jonas
  • Elias

Spricht dafür

  • Sehr kurz, weich, international

Spricht dagegen

  • Die Deutung als Löwin ist verbreitet, aber falsch

Reim- und Hänselpotenzial

Gering.

Verwandte Namen

Gleiche Endung

Deutung und Symbolik

Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.

Namenszahl
9 – Abschluss, Weitblick, Idealismus
Herzzahl
6 – Fürsorge, Verantwortung, Familie

Quellen

  • Duden – Das große Vornamenlexikon
  • Deutsches Familiennamenwörterbuch (DFD)
  • Bahlow, Deutsches Namenlexikon
  • Kirchenbuchbestände Archion und Matricula

Häufigkeitsdaten: PLATZHALTER – vor Livegang durch amtliche Daten ersetzen

Zuletzt geprüft am 4. August 2026 von Redaktion Ahnenforschung.net.