Familienname
Fischer
Fi·scher [ˈfɪʃɐ]
Berufsname für den Fischer
Fischer ist der Berufsname zu mittelhochdeutsch vischære. In Städten bezeichnete das Wort auch den Fischhändler, nicht nur den Fänger.
Auffällig ist die Verbreitung im Binnenland: Sie geht meist auf klösterliche Teichwirtschaft zurück.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Fischer | Berufsname zu mittelhochdeutsch vischære. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Fischhändler | In Städten bezeichnete das Wort auch den Händler, nicht nur den Fänger. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| vischære | mittelhochdeutsch | Fischer |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Verbreitet entlang von Küsten, Flüssen und Seen, aber auch im Binnenland, wo Teichwirtschaft betrieben wurde – die Karpfenteiche der Klöster brauchten Fischer.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Süddeutschland und Küstenregionen.
Der Name in der Auswanderung
In den USA meist zu Fisher.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Piscator ist die latinisierte Form. Eine Häufung des Namens im Binnenland weist oft auf klösterliche Teichwirtschaft hin – ein Hinweis, der bei der Ortssuche helfen kann.
Einschlägige Archive und Bestände
- Staatsarchive der Länder
- Klosterarchive
- Fischereiakten der Landesarchive