Familienname
Mönch
Mönch [mœnç]
Übername nach dem Mönch
Mönch geht auf griechisch monachos zurück, „den Alleinlebenden“. Da Mönche zölibatär lebten, kann der Familienname nicht von ihnen stammen: Gemeint sind Klosterbedienstete, Pächter von Klostergut oder Träger eines Übernamens.
Dasselbe gilt für Probst, Bischof und Papst – geistliche Übernamen bezeichnen das Umfeld, nicht das Amt.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Mönchsähnliche | Übername für einen zurückgezogen oder fromm lebenden Menschen; aus griechisch monachos (der Alleinlebende), zu monos (allein). | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Klosterbedienstete | Wie bei Probst und Bischof meist nicht der Geistliche selbst, sondern jemand im Dienst des Klosters. | Bahlow |
| Hausname | Nach einem Hauszeichen; Klosterhöfe in Städten trugen solche Zeichen. | Kohlheim, Duden Familiennamen |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| monos | griechisch | allein |
| monachos | griechisch | der Alleinlebende |
Erstbeleg (Jahr)
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Historische Entwicklung
Da Mönche zölibatär lebten, kann der Familienname nicht von ihnen selbst stammen. Er bezeichnet Bedienstete, Pächter von Klostergut oder Träger eines Übernamens.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Hessen, Schweiz, Norddeutschland (Munk).
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Ein grundsätzlicher Hinweis für alle geistlichen Übernamen – Mönch, Probst, Bischof, Papst, Kardinal: Sie bezeichnen fast nie den Amtsträger, sondern dessen Umfeld oder sind spöttisch gemeint. Wer daraus auf eine geistliche Herkunft schließt, irrt.
Einschlägige Archive und Bestände
- Klosterarchive
- Staatsarchive der Länder
- Häuserbücher