Vorname · weiblich
Elisabeth
E·li·sa·beth [eˈliːzabɛt]
mein Gott ist Fülle
Elisabeth kommt von hebräisch Elischeba. Die geläufigste Übersetzung lautet „mein Gott ist Fülle“. Da scheba im Hebräischen zugleich sieben und schwören bedeutet und die Siebenzahl als Eidzahl gilt, sind die Deutungen „mein Gott hat geschworen“ und „Gott ist mein Eid“ ebenso gut begründet.
Kein anderer weiblicher Name hat so viele eigenständige Kurzformen hervorgebracht. Elsa, Else, Ilse, Lisbeth und Betty stehen in Kirchenbüchern als vollwertige Einträge – und bezeichnen oft dieselbe Frau.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| mein Gott ist Fülle | Aus hebräisch Elischeba, aus El (Gott) und scheba (Fülle, Überfluss). | Duden Vornamenlexikon |
| mein Gott hat geschworen | scheba bedeutet zugleich sieben und schwören; die Siebenzahl gilt im Hebräischen als Eidzahl. | Bahlow |
| Gott ist mein Eid | Engste Fassung derselben Wurzel. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| El | hebräisch | Gott |
| scheba | hebräisch | Fülle, Sieben, Eid |
Erstbeleg (Text)
Neues Testament, Elisabet, Mutter Johannes des Täufers
Erstbeleg (Jahr)
1
Historische Entwicklung
Elisabeth von Thüringen, die 1235 heiliggesprochene Landgräfin, machte den Namen im deutschen Sprachraum zum Massennamen. Er hielt sich über Jahrhunderte in den vorderen Rängen und brachte eine ungewöhnlich große Zahl eigenständiger Kurzformen hervor.
Häufigkeit
Kultur & Religion
Namenstage
| Datum | Konfession | Patron |
|---|---|---|
| 19.11. | katholisch | Elisabeth von Thüringen |
| 05.11. | katholisch | Elisabet, Mutter des Täufers |
Biblischer Bezug
Elisabet, Frau des Zacharias und Mutter Johannes des Täufers; Verwandte Marias.
Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland
uneingeschränkt zulässig
Träger & Popkultur
Berühmte Namensträgerinnen und -träger
| Name | Lebensdaten | Kurzinfo | Link |
|---|---|---|---|
| Elisabeth von Thüringen | 1207–1231 | Landgräfin, Patronin der Caritas | |
| Elisabeth von Österreich | 1837–1898 | Kaiserin, genannt Sisi |
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Rufname oder Zweitname?
Der Name mit den meisten eigenständigen Kurzformen. Elsa, Else, Ilse, Lisbeth und Betty können im selben Kirchenbuch dieselbe Frau bezeichnen. Wer nur unter Elisabeth sucht, verliert die Spur regelmäßig beim Wechsel des Pfarrers.
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Legen Sie für Elisabeth eine eigene Suchliste an: Elisabetha, Elsbeth, Elsa, Else, Ilse, Lisbeth, Betty, Bettina. Alle diese Formen stehen in Kirchenbüchern als vollwertige Einträge. Ilse wird besonders in norddeutschen Quellen häufig für einen eigenen Namen gehalten.
Ortsfamilienbücher und Register
Gute Ortsfamilienbücher führen sämtliche Kurzformen unter einem Kopfeintrag Elisabeth – schlechte nicht.
Eltern-Tools
Passende Zweitnamen
- Anna
- Maria
- Katharina
Passende Geschwisternamen
- Anna
- Margarethe
- Johannes
- Katharina
Spricht dafür
- Außergewöhnlich viele Kurzformen
- Historisch und international gleichermaßen tragfähig
Spricht dagegen
- Lang in der Vollform
Reim- und Hänselpotenzial
Gering.
Verwandte Namen
Gleicher Anfangsbuchstabe
Gleiche Silbenzahl
Gleiche Endung
Gleiche sprachliche Wurzel
Gleiche Bedeutung
Deutung und Symbolik
Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.
- Namenszahl
- 9 – Abschluss, Weitblick, Idealismus
- Herzzahl
- 2 – Ausgleich, Partnerschaft, Feingefühl