Familienname
Stein
Stein [ʃtaɪ̯n]
Wohnstättenname nach einem Fels oder einer Burg
Stein ist ein Wohnstättenname nach einem Fels oder nach einer steinernen Burg – zahllose Burgnamen enden auf -stein.
Bei jüdischen Familien hat der Name eine ganz andere Geschichte: Er wurde bei der Namensannahme um 1808 bis 1813 frei gewählt, oft als Teil einer Zusammensetzung. Die Matrikellisten dieser Jahre nennen den alten Patronymnamen daneben.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der am Fels Wohnende | Zu mittelhochdeutsch stein (Fels, Felsen). | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der an der Burg | stein bezeichnet auch die steinerne Burg im Unterschied zur Holzbefestigung; zahllose Burgnamen enden auf -stein. | Bahlow |
| jüdischer Familienname | Bei der Namensannahme frei gewählt, oft als Bestandteil von Zusammensetzungen wie Bernstein, Goldstein, Rubinstein. | Kohlheim, Duden Familiennamen |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| stein | mittelhochdeutsch | Stein, Fels, steinerne Burg |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Flächendeckend; als jüdischer Familienname besonders in Zusammensetzungen häufig.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Süddeutschland, Schweiz, Hessen; auch als jüdischer Familienname sehr verbreitet.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Bei jüdischen Familien ist Stein häufig ein frei gewählter Name der Annahmezeit um 1808 bis 1813 – oft als Teil einer Zusammensetzung. Die Matrikellisten dieser Jahre sind der Schlüssel; sie nennen den alten Patronymnamen daneben.
Einschlägige Archive und Bestände
- Staatsarchive der Länder
- Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland