Vorname · weiblich

Marie

Ma·rie [maˈʁiː]

ungeklärt; wie Maria gedeutet

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Platz 3 im Jahr 2012 3 2012
Platz 3 im Jahr 2012

Marie ist die französische Form von Maria und teilt deren ungeklärte Herkunft. Die geläufigen Deutungen lauten „die von Gott Geliebte“, „die Bittere“ und – auf einem alten Übersetzungsfehler beruhend – „Meeresstern“.

Um 1900 war Marie der häufigste weibliche Vorname in Deutschland. Heute ist er vor allem als Zweitname allgegenwärtig.

Herkunft & Bedeutung

Konkurrierende Deutungen

DeutungBegruendungQuelle
die von Gott GeliebteÜber ägyptisch mry; gilt als sprachlich plausibelste Deutung von Maria.Duden Vornamenlexikon
die Bittere, die BetrübteÜber hebräisch mar (bitter).Bahlow
MeeressternMittelalterliche Deutung aus stella maris, beruhend auf einem Übersetzungsfehler.Legenda aurea

Wortbestandteile

BestandteilSpracheUebersetzung
MirjamhebräischAusgangsform, Bedeutung ungeklärt

Erstbeleg (Jahr)

12

Historische Entwicklung

Die französische Form von Maria, die im 18. Jahrhundert über den Adel nach Deutschland kam und im 19. Jahrhundert zum eigenständigen Namen wurde. Um 1900 der häufigste weibliche Vorname in Deutschland; seit den 2000er Jahren als Zweitname wieder außerordentlich beliebt.

Häufigkeit

11050100500201220142016201820202022202420252012: Platz 32014: Platz 52016: Platz 72018: Platz 10
Rang in der Hitliste der Vornamen. Je weiter oben die Linie, desto beliebter der Name. Spitzenjahrzehnt: die 2010er Jahre. Aktueller Trend: fallend.
2012: 02014: 02016: 02018: 02020: 02022: 02024: 02025: 020122025
Absolute Zahl der Vergaben je Jahr.

Kultur & Religion

Namenstage

DatumKonfessionPatron
15.08.katholischMariä Himmelfahrt
12.09.katholischMariä Namen

Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland

uneingeschränkt zulässig

Der Name in historischen Quellen

Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.

Latinisiert im Kirchenbuch

  • Maria
  • Mariae (Genitiv)

Historische Schreibweisen

  • Maria
  • Mariae
  • Marie
  • Marey

Gleicher Klang, andere Schreibung

Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.

In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit

  • Maria
  • Marianne
  • Mariechen

Rufname oder Zweitname?

Heute der häufigste weibliche Zweitname in Deutschland überhaupt. In Quellen des 19. Jahrhunderts steht Marie gleichwertig neben Maria für dieselbe Person.

Worauf im Kirchenbuch zu achten ist

Marie und Maria sind in Standesamtsregistern des 19. Jahrhunderts austauschbar. Ein Wechsel zwischen beiden Formen innerhalb einer Akte ist kein Hinweis auf zwei Personen.

Eltern-Tools

Passende Zweitnamen

  • Anna
  • Sophie
  • Luise
  • Charlotte

Passende Geschwisternamen

  • Sophie
  • Emma
  • Paul
  • Karl

Spricht dafür

  • Zeitlos, klangvoll, als Zweitname universell einsetzbar

Spricht dagegen

  • Als Zweitname so verbreitet, dass er nicht individualisiert

Reim- und Hänselpotenzial

Gering.

Verwandte Namen

Klingt fast gleich

Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.

Gleiche Endung

Deutung und Symbolik

Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.

Namenszahl
1 – Führung, Eigenständigkeit, Anfang
Herzzahl
6 – Fürsorge, Verantwortung, Familie

Quellen

  • Duden – Das große Vornamenlexikon
  • Deutsches Familiennamenwörterbuch (DFD)
  • Bahlow, Deutsches Namenlexikon
  • Kirchenbuchbestände Archion und Matricula

Häufigkeitsdaten: PLATZHALTER – vor Livegang durch amtliche Daten ersetzen

Zuletzt geprüft am 4. August 2026 von Redaktion Ahnenforschung.net.