Familienname
Töpfer
Töp·fer [ˈtœpfɐ]
mitteldeutscher Berufsname für den Töpfer
Töpfer ist die mitteldeutsche Bezeichnung für den Topfmacher. Im Süden heißt derselbe Beruf Hafner, im Norden Pötter.
Da die Töpferei an Tonvorkommen gebunden war, häuft sich der Name kleinräumig – was bei der Ortssuche hilft.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Topfmacher | Zu mittelhochdeutsch topfer, zu topf. Die Bezeichnung ist mitteldeutsch; im Süden Hafner, im Norden Pötter. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| topf | mittelhochdeutsch | Topf, Gefäß |
Erstbeleg (Jahr)
14
Historische Entwicklung
Töpferorte lagen dort, wo geeigneter Ton anstand; die Gewerbe konzentrierten sich deshalb kleinräumig – etwa im Westerwald, in der Lausitz und im Kannenbäckerland.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Sachsen, Thüringen, Schlesien; Pötter in Westfalen.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Hafner, Töpfer und Pötter bezeichnen denselben Beruf in drei Sprachlandschaften. Da die Töpferei an Tonvorkommen gebunden war, häuft sich der Name kleinräumig – ein guter Hinweis für die Ortssuche.
Einschlägige Archive und Bestände
- Sächsisches Staatsarchiv
- Zunftakten
- Landesarchiv NRW