Familienname
Förster
Förs·ter [ˈfœʁstɐ]
Amtsname für den Förster, den Waldaufseher
Förster geht auf forst zurück – nicht den Wald überhaupt, sondern den dem Landesherrn vorbehaltenen Bannwald. Der Förster war Aufsichtsbeamter über Holz-, Weide- und Jagdrechte.
Forstämter führten eigene Akten. Für Familien dieses Namens sind sie oft ergiebiger als das Kirchenbuch.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Waldaufseher | Zu mittelhochdeutsch forstære, aus forst (herrschaftlicher Wald). | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Bannwarter | Der Förster wachte über ein Bannrecht: Holz, Weide und Jagd waren dem Grundherrn vorbehalten. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| forst | mittelhochdeutsch | herrschaftlicher Wald, Bannwald |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Forst bezeichnet nicht den Wald überhaupt, sondern den dem Landesherrn vorbehaltenen Bannwald. Der Förster war also Aufsichtsbeamter – ein Amt, das oft erblich wurde.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Sachsen, Thüringen, Hessen, Bayern.
Der Name in der Auswanderung
In den USA meist zu Foerster oder Forster.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Försterfamilien sind hervorragend dokumentiert: Forstämter führten eigene Akten, Bestallungen, Dienstinstruktionen und Revierbeschreibungen. Diese Bestände liegen in den Staatsarchiven und reichen häufig weiter zurück als die Kirchenbücher.
Einschlägige Archive und Bestände
- Staatsarchive der Länder
- Forstamtsakten
- Bestallungsakten der Landesarchive