Familienname
Fink
Fink [fɪŋk]
Übername nach dem Vogel
Fink ist ein Übername nach dem Vogel – nach Munterkeit, hellem Gesang oder auffälliger Kleidung. Die Redensart vom „lockeren Finken“ bewahrt eine ältere, abwertende Nebenbedeutung: der Leichtlebige.
Vogelnamen bilden eine große Gruppe von Übernamen – Fink, Specht, Habicht, Sperling, Star, Rabe.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Fink | Übername nach Munterkeit, hellem Gesang oder auffälliger Kleidung. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Leichtlebige | Die Redensart „ein lockerer Fink“ bewahrt eine ältere, abwertende Nebenbedeutung. | Bahlow |
| Hausname | Nach einem Hauszeichen. | Kohlheim, Duden Familiennamen |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| vinke | mittelhochdeutsch | Fink |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Vogelnamen bilden eine große Gruppe von Übernamen: Fink, Specht, Adler, Habicht, Sperling, Star, Rabe. Sie zielen auf Aussehen, Stimme oder zugeschriebene Eigenschaften.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Sachsen, Thüringen, Franken, Westfalen (Finke).
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Die Redensarten bewahren die alte Wertung: Ein „lockerer Fink“ oder „Freifink“ war ein Leichtfuß. Übernamen dieser Art waren selten schmeichelhaft – das ist bei der Deutung in Familienchroniken zu bedenken.
Einschlägige Archive und Bestände
- Staatsarchive der Länder
- Bürgerbücher
- Häuserbücher