Vorname · weiblich
Barbara
Bar·ba·ra [ˈbaʁbaʁa]
die Fremde, die Ausländerin
Barbara bedeutet „die Fremde“. Das griechische Wort barbaros ist lautmalend gebildet: Wer kein Griechisch sprach, dessen Rede klang wie ein unverständliches bar-bar. Wörtlicher gefasst heißt das „die Stammelnde“.
Ein praktischer Hinweis: Als Patronin der Bergleute war Barbara in Bergbauregionen auffällig häufig. Eine Häufung des Namens im Taufbuch kann auf den Beruf der Familie deuten.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| die Fremde | Aus griechisch barbaros, ursprünglich lautmalend für jemanden, dessen Sprache wie ein unverständliches bar-bar klingt. | Duden Vornamenlexikon |
| die Stammelnde, die Unverständliche | Wörtlichere Fassung derselben Lautmalerei. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| barbaros | griechisch | fremd, nicht griechisch sprechend |
Erstbeleg (Text)
Barbara von Nikomedien, legendarische Märtyrerin
Erstbeleg (Jahr)
3
Historische Entwicklung
Barbara gehört zu den vierzehn Nothelfern und ist Patronin der Bergleute, Artilleristen und Sprengmeister. In Bergbauregionen – Erzgebirge, Ruhrgebiet, Oberpfalz, Salzkammergut – war der Name deshalb besonders häufig. Der Barbaratag am 4. Dezember mit dem Brauch der Barbarazweige ist bis heute lebendig.
Kultur & Religion
Namenstage
| Datum | Konfession | Patron |
|---|---|---|
| 04.12. | katholisch | Barbara von Nikomedien |
Standesamtliche Zulässigkeit in Deutschland
uneingeschränkt zulässig
Träger & Popkultur
Berühmte Namensträgerinnen und -träger
| Name | Lebensdaten | Kurzinfo | Link |
|---|---|---|---|
| Barbara Uthmann | um 1514–1575 | Unternehmerin im erzgebirgischen Spitzenklöppeln |
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Rufname oder Zweitname?
Die bairische Koseform Wawerl beziehungsweise Waberl ist eine eigenständige Registerform und wird oft nicht als Barbara erkannt.
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Eine Häufung von Barbara-Taufen weist auf eine Bergbaugegend hin – die Heilige ist Patronin der Bergleute. Das ist ein brauchbarer Hinweis auf den Beruf der Vorfahren, wenn die Quelle ihn nicht nennt. Die Koseform Wawerl in bairischen Quellen wird häufig übersehen.
Eltern-Tools
Passende Zweitnamen
- Anna
- Maria
- Katharina
Passende Geschwisternamen
- Katharina
- Margarethe
- Georg
- Anna
Spricht dafür
- Klar, international identisch, ungewöhnliche Bedeutungsgeschichte
Spricht dagegen
- Wirkt heute deutlich datiert
Reim- und Hänselpotenzial
Gering.
Verwandte Namen
Gleicher Anfangsbuchstabe
Gleiche Silbenzahl
Gleiche Endung
Gleiche sprachliche Wurzel
Gleiche Bedeutung
Deutung und Symbolik
Die folgenden Angaben sind überlieferte Deutungen. Sie beruhen nicht auf sprachwissenschaftlicher Forschung und sagen nichts über einen Menschen aus, der diesen Namen trägt.
- Namenszahl
- 7 – Rückzug, Analyse, Suche nach Sinn
- Herzzahl
- 3 – Ausdruck, Kreativität, Geselligkeit