Familienname
Kuhn
Kuhn [kuːn]
Kurzform von Konrad
Kuhn ist die verkürzte Form von Konrad – „der kühne Ratgeber“. Daneben ist ein Übername nach dem Adjektiv kühn möglich.
Nicht zu verwechseln mit Kohn: Der geht auf hebräisch kohen (Priester) zurück und hat eine ganz andere Herkunft.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| Kurzform von Konrad | Aus kuoni (kühn) und rat (Rat); die Verkürzung auf das erste Glied ist im Südwesten die Regel. | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der Kühne | Auch als eigenständiger Übername nach dem Adjektiv möglich. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| kuoni | althochdeutsch | kühn, tapfer |
| rat | althochdeutsch | Rat |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Konrad war im Hochmittelalter einer der häufigsten Rufnamen; entsprechend viele Familiennamen gehen darauf zurück: Kuhn, Kunz, Kuntz, Kienzle, Köhnke.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Baden-Württemberg, Hessen, Franken.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
Gleicher Klang, andere Schreibung
Automatisch über die Kölner Phonetik ermittelt.
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Vorsicht bei der Schreibung: Kuhn mit u geht auf Konrad zurück, Kohn dagegen ist meist ein jüdischer Name aus hebräisch kohen (Priester). Die beiden werden in Datenbanken verwechselt, haben aber nichts miteinander zu tun.
Einschlägige Archive und Bestände
- Landesarchiv Baden-Württemberg
- Hessisches Staatsarchiv
Verwandte Namen
Klingt fast gleich
Ermittelt über die Kölner Phonetik – genau die Zusammenführung, die man beim Lesen alter Kirchenbücher braucht.