Familienname
Maurer
Mau·rer [ˈmaʊ̯ʁɐ]
Berufsname für den Maurer
Maurer bezeichnet den Mauerbauer, zu lateinisch murus. Er arbeitete mit Bruchstein und Mörtel – der Werkstein war Sache des Steinmetzen.
Die Verteilung von Maurer und Zimmermann bildet die Baugeschichte ab: Steinbau gegen Fachwerk.
Herkunft & Bedeutung
Konkurrierende Deutungen
| Deutung | Begruendung | Quelle |
|---|---|---|
| der Mauerbauer | Zu mittelhochdeutsch mure, aus lateinisch murus (Mauer). | Deutsches Familiennamenwörterbuch |
| der an der Mauer Wohnende | Vereinzelt auch Wohnstättenname bei Häusern an der Stadtmauer. | Bahlow |
Wortbestandteile
| Bestandteil | Sprache | Uebersetzung |
|---|---|---|
| murus | lateinisch | Mauer |
| mure | mittelhochdeutsch | Mauer |
Erstbeleg (Jahr)
13
Historische Entwicklung
Der Maurer arbeitete mit Bruchstein und Mörtel, der Steinmetz mit dem Werkstein. Erst die Neuzeit verwischte die Grenze. In Steinbaugebieten war der Beruf häufig, in Fachwerkgegenden dagegen der Zimmermann.
Verbreitung
Der Schwerpunkt liegt in Baden-Württemberg, Schweiz, Bayern, Hessen.
Der Name in historischen Quellen
Wer in Kirchenbüchern, Musterungslisten oder Passagierlisten sucht, findet einen Namen selten so geschrieben, wie er heute geschrieben wird. Diese Formen gehören auf die Suchliste.
Latinisiert im Kirchenbuch
Historische Schreibweisen
In Kurrentschrift leicht zu verwechseln mit
Worauf im Kirchenbuch zu achten ist
Die Verteilung von Maurer und Zimmermann bildet die Baugeschichte ab: Wo in Stein gebaut wurde, häuft sich Maurer; im Fachwerkgebiet Zimmermann. Nicht mit Mohr verwandt, obwohl die Namen ähnlich klingen.
Einschlägige Archive und Bestände
- Zunftakten der Stadtarchive
- Bauakten
- Landesarchiv Baden-Württemberg